.STUMPF YOU · PRODUKTION
Kleidung produzieren – dein Schnitt, deine Farbe
Kleidung produzieren lassen heißt bei .stumpf: dein Schnitt, dein Stoff, dein Label, von der Skizze zum fertigen Teil.
Was Produktion bei .stumpf heißt
Es gibt zwei Wege: Veredelung auf einem fertigen Rohling ab einem Stück, mit Siebdruck ab 20 Stück, oder eine eigene Produktion mit eigenem Schnitt ab 100 Stück. Nur der zweite Weg ist Produktion im engen Sinn, und um den geht es auf dieser Seite.
Auf dem Rohling-Weg bekommt ein fertiges Teil dein Motiv, per Druck oder Stick. Auf dem zweiten Weg entsteht das Teil selbst: eigener Schnitt, eigener Stoff, eigenes Label, genäht und im selben Betrieb veredelt. Dieser Weg beginnt in der Regel bei 100 Stück, weil ein Schnitt einmal entwickelt wird und sich erst über eine Serie trägt.
Wer stattdessen einen Rohling bedrucken oder besticken lassen will, findet die Details unter Veredelung. Beide Wege laufen bei uns über denselben Ansprechpartner, du musst dich vorab nicht entscheiden.
Die Mengen markieren, was jeweils geht: ein Stück, 20 Stück, 100 Stück, 1.000 Stück. Bis 20 Stück zählt das Verfahren, ab 20 Stück kommt der Siebdruck dazu, ab 100 Stück der eigene Schnitt, ab 1.000 Stück bleibt der Ablauf gleich und der Stückpreis sinkt mit der Menge.
Der Weg über Portugal
Die eigene Produktion läuft über vier Betriebe im Raum Porto. Sie übernehmen Schnitt, Stoffwahl, Konfektion und das Label im Nacken, ausgehend von deinem Entwurf. Konfektion und Veredelung passieren dort im selben Haus, dein Teil wandert also nicht zwischen zwei Ländern hin und her.
Nach Freigabe deines Entwurfs dauert das Sample rund sechs Wochen, weil Schnitt und Stoff erst in der Entwicklung entstehen. Nach Freigabe des Samples läuft die Produktion rund acht Wochen. Offen gesagt: Rechne vom Entwurf bis zur Lieferung mit rund vier Monaten, die Zeit dazwischen für Abstimmung, Korrekturen und Versand ist nicht zu unterschätzen.
Wer einen eigenen Schnitt will, kommt an diesem Weg nicht vorbei: Am Rohling lässt sich der Schnitt nicht ändern, nur das Motiv darauf und das Label im Nacken. Mehr zum eigenen Label steht unter Eigenes Label.
Veredelt wird in Portugal gleich mit: Stick, Siebdruck, DTF und DTG gehören zur Produktion, dazu Webetiketten und Hangtags. Sonderfarben nach Pantone sind möglich; auf Textil weicht eine Farbe immer etwas ab, und genau dafür gibt es das Sample vor der Serie.
„Sample" heißt auf diesem Weg: das erste fertige Teil aus deinem Schnitt, in deinem Stoff, mit deinem Label. Daran prüfst du Passform, Griff und Verarbeitung, und daran ändern wir, bevor die Serie läuft. Auf dem Rohling-Weg meint „Sample" den Rohling zum Anfassen und „Muster" das fertige Teil mit Motiv; beide Begriffe stehen so auch im Angebot.
Wie sich Europa und die Türkei als Produktionsorte unterscheiden, steht im Ratgeber. Für uns zählt, dass die Betriebe in Portugal seit Jahren dieselben sind und wir bei jedem Teil wissen, wo es genäht wurde.
Der Weg über Deutschland
Für Einzelstücke, Kleinserien und größere Serien auf dem Rohling arbeiten wir mit drei Partnerbetrieben in Deutschland. Sie veredeln fertige Rohlinge mit deinem Motiv, ab einem Stück mit DTG, DTF oder Stick, ab 20 Stück auch im Siebdruck.
Ein Sample steht nach fünf Werktagen, ein Muster mit Motiv nach fünf weiteren Werktagen. Fertig ist dein Teil danach in fünf bis zehn Werktagen, größere Serien ab rund 100 Stück in der Regel innerhalb von drei Wochen. Eilt es mehr, geht Express, mit Aufschlag und mit kleinerer Auswahl an Produkten.
Der Rohling kommt aus einem Katalog, du wählst Produkt, Farbe und Größe daraus. Das reicht für Motiv, Farbe und die Wahl des Stoffs im Rahmen des Katalogs, nicht für einen eigenen Schnitt.
Dein eigenes Label lässt sich auch hier einnähen, als Nackenlabel oder Hangtag: Du lieferst die Labels, wir lassen sie einnähen, das geht gegen Aufpreis. Kleidung, die du selbst mitbringst, veredeln wir nur auf Anfrage und ohne Garantie, weil wir die Qualität des Teils vorher nicht prüfen können.
Veredeln lässt sich alles, was es als Rohling gibt: T-Shirts, Longsleeves, Hoodies, Sweater, Caps, Beanies, Polos, Taschen, Socken, Handtücher, Trikots und Workwear. Welche Produkte gerade lieferbar sind, sagen wir in der Anfrage.
Druck auf Bestellung gehört dazu: Wir drucken das einzelne Teil, wenn es bestellt ist, und verschicken es direkt. Wer regelmäßig verkauft, bindet seinen bestehenden Shop an, bekommt einen eigenen oder nutzt einen Sammelshop; Lager und Versand laufen bei uns.
Portugal bietet freien Schnitt und eigenes Label, Deutschland bietet Tempo bei kleinen Mengen. Wer eine ganze Kollektion mit eigenem Schnitt plant, landet bei der Produktion in Portugal.
Für wen
Für Fashion-Brands, die eine eigene Kollektion mit eigenem Schnitt aufbauen, und für Unternehmen, die Teamkleidung mit eigenem Label wollen. Auch Agenturen mit größeren Projekten gehören dazu.
Eine kleine Brand mit 300 Hoodies im eigenen Schnitt und ein Unternehmen mit 1.200 Poloshirts im Corporate-Design laufen über denselben Weg, nur mit unterschiedlichem Stoff und Label.
Viele fangen auf dem Rohling an und wechseln später: erst eine Kleinserie mit Motiv, dann die erste eigene Kollektion, wenn die Nachfrage steht. Beides kommt aus einer Hand, der Wechsel kostet dich keinen neuen Dienstleister.
Vier Gruppen fragen bei uns an: Künstler:innen, Bands und Labels mit Merch, kleine und mittlere Fashion-Brands mit eigener Kollektion, Unternehmen mit Corporate Wear und Events, dazu Agenturen, Vereine und Gastro mit Projektware. Für die eigene Produktion kommen meist die mittleren beiden, weil dort Schnitt und Label den Unterschied machen.
Ein eigener Schnitt lohnt sich, wenn dieselbe Form wiederkommt: zweite Serie, dritte Farbe, gleicher Sitz. Für ein einmaliges Projekt mit festem Termin ist der Rohling der schnellere Weg.
Wer eine eigene Marke aufbauen will, findet unter Eigenes Label mehr zu Label und Markenaufbau. Wer nur ein Motiv auf wenige Teile bringen will, ist bei Veredelung besser aufgehoben.
Was wir produzieren
Unsere Produkte reichen von T-Shirt bis Tasche, jedes mit eigenem Schnitt und freier Stoffwahl ab 100 Stück.
| Kategorie | Was möglich ist |
|---|---|
| T-Shirt, Longsleeve | Single Jersey 150 g/m² bis Heavy 220–240 g/m², Regular bis Oversize. |
| Hoodie, Sweater | French Terry 280 g/m² bis Heavy 400–450 g/m², mit oder ohne Zip. |
| Polo | Piqué 180 bis 220 g/m², Regular oder Slim. |
| Cap, Beanie | Baumwoll-Twill oder Strick, mit Stick oder Patch. |
| Jacke | Softshell, Fleece oder Windbreaker, mit Stick oder Druck. |
| Tasche, Beutel | Baumwoll-Jute oder Canvas, 140 bis 340 g/m². |
Für viele Kategorien gibt es auf Wunsch Bio-Baumwolle: Unsere Partnerbetriebe arbeiten mit GOTS-zertifizierten Stoffen. Hosen gibt es nur als fertigen Rohling zum Veredeln, nicht als eigene Produktion. Schuhe produzieren wir nicht.
Das Teil entscheidet mit, wo das Motiv später sitzt. Beim Hoodie begrenzen Kapuzenkordel und Kängurutasche die Frontfläche, deshalb sitzt das Motiv meist klein auf der Brust, groß auf dem Rücken oder auf dem Ärmel. Beim Crewneck ist die Front frei, große Frontmotive sind dort einfacher. Rippbündchen bleiben unbedruckt, weil sie sich dehnen und der Druck reißt.
Caps werden bestickt, auch dreidimensional; das Front-Panel begrenzt die Motivgröße. Beim Polo sitzt der Stick links auf der Brust, die Piqué-Struktur mindert feine Druckdetails. Bei Jacken mit wasserdichter Membran prüfen wir vorher, ob ein Patch besser ist als die Nadel.
Taschen und Beutel aus Canvas ab 280 g/m² tragen auch große Motive, Jute nimmt feine Raster schlecht an. Bei der Beanie schluckt die Strickstruktur feine Details, deshalb sitzt dort ein Stick auf dem Umschlag oder ein Label. Workwear bekommt Stick, weil sie oft gewaschen wird; Warnschutzkleidung veredeln wir nur auf Anfrage.
Wettkampftrikots aus Polyester-Mesh sind der Sonderfall: Sie werden sublimiert, und Sublimation machen wir nur auf Anfrage. Die Teamkleidung rund ums Spiel, also Training, Hoodies, Polos und Taschen, läuft dagegen über beide Wege.
So läuft es
- Anfrage: Du beschreibst Kollektion, Menge und Zeitrahmen, wir schlagen Stoff und Schnitt vor.
- Entwurf: Schnitt, Stoffwahl und erstes Design gehen an die Betriebe in Portugal, Label und Details werden festgelegt.
- Sample: Rund sechs Wochen bis zum ersten Sample, nach Freigabe deines Entwurfs.
- Produktion und Versand: Nach Freigabe des Samples läuft die Produktion rund acht Wochen, mit Termin im Angebot.
Änderungen gehören vor die Freigabe des Samples: Was dort geändert wird, kostet Wochen, nicht Monate. Nach der Freigabe folgt die Fertigung, mit festem Termin im Angebot.
Zwischen Entwurf, Sample und Serie liegen Abstimmungen, Korrekturen und Versandzeiten. Sie sind der Grund, warum aus sechs plus acht Wochen am Ende rund vier Monate werden.
Für den Entwurf reicht am Anfang eine Skizze mit Maßen; daraus wird die Vorlage, nach der geschnitten wird. Für Druck und Stick brauchen wir Vektordateien oder ein sauberes PDF, für Druckmotive genügt auch eine hochaufgelöste Pixeldatei mit 300 dpi in Endgröße. Für den Stick punchen wir die Stickdatei aus deiner Vorlage.
In die Anfrage gehören fünf Angaben: Produkt, Menge, Verfahren, Wunschtermin und deine Datei. Fehlt eine davon, fragen wir nach, bevor wir ein Datum nennen.
Lager, Shop und Versand übernehmen wir danach auf Wunsch: Unser Hauptlager liegt im Hamburger Umland, der Versand läuft von dort, der Support über denselben Kontakt. Wer verkaufen will, hängt seinen bestehenden Shop an oder bekommt einen eigenen. Details dazu stehen unter Service.
Stoff und Verfahren im Überblick
Ab 100 Stück sind Materialien frei wählbar: Single Jersey zwischen 150 und 240 g/m², French Terry zwischen 280 und 400 g/m², dazu Piqué und Rib.
Die Qualität hängt an Grammatur und Verarbeitung, nicht am Namen des Stoffs. Ein leichtes Jersey fällt weich und knittert schneller, ein schweres steht mehr und hält die Form. Welches davon du willst, merkst du am Sample, nicht am Datenblatt.
Verfahren und Veredelung laufen in derselben Produktion mit: Stick, Siebdruck, DTF, DTG, dazu Webetiketten und Hangtags. Sublimation und Flex machen wir nur auf Anfrage, meist gibt es einen besseren Weg, und das sagen wir dir offen.
Jedes Verfahren hat seine Grenze. Stick kennt keine Farbverläufe, und Schrift unter etwa vier Millimetern läuft zu. Siebdruck braucht pro Farbe ein Sieb, deshalb lohnt er sich mit der Menge und nicht mit der Farbanzahl. DTG geht nur auf Baumwolle und ist auf hellen Teilen am brillantesten, DTF dafür auf fast jedem Gewebe.
Auch DTF hat eine Grenze: Bei großen Flächen bleibt der Film fühlbar, und feinste Details laufen an den Kanten aus. Bio-Baumwolle empfehlen wir aus Qualitäts- und Verarbeitungsgründen bei den meisten Teilen, weil sie sich in Druck und Stick sauberer verhält.
Sonderfarben nach Pantone sind Teil der Bestellung. Begriffe wie French Terry, Jersey und Grammatur stehen im Glossar erklärt.
Zahlen und Erfahrung
Die eigene Produktion läuft über vier Betriebe in Portugal, im Raum Porto, die dort nähen und veredeln. Dazu kommen drei Betriebe in Deutschland, die Rohlinge veredeln. Die Qualität von Schnitt und Stoff prüfen wir am Sample, bevor die Serie startet.
O-Ton folgt.
Die eigene Produktion beginnt in der Regel bei 100 Stück. Der Stückpreis sinkt mit der Menge; was das für deine Serie heißt, steht im Angebot.
Das Angebot bleibt kurz: was du bekommst in einem Satz, was es kostet mit Zeitraum, und der nächste Schritt mit Datum. Preise stehen dort, nicht auf dieser Seite.
Namen und Adressen der Betriebe nennen wir nicht, solange die Freigaben dafür fehlen; Ort, Zahl und Aufgabe stehen hier trotzdem, damit du weißt, wer an deinem Teil arbeitet.
Unsere eigene Kollektion entsteht bei denselben Betrieben in Portugal. Was wir für andere nähen lassen, tragen wir selbst; daran kannst du Naht, Stoff und Passform prüfen, bevor du uns fragst.
Nachhaltigkeit
Ein eigenes Siegel führen wir nicht. Unsere Partnerbetriebe arbeiten mit GOTS- und OEKO-TEX-zertifizierten Stoffen, für viele Kategorien auf Wunsch in Bio-Baumwolle.
Genäht wird erst nach deiner Freigabe, nicht auf Verdacht: Genäht, nicht gelagert. Produziert wird in Europa, die eigene Kollektion in Portugal, die Rohlinge veredelt in Deutschland; das hält die Transportwege kurz und die Lieferkette nachvollziehbar.
Nichts entsteht auf Verdacht, deshalb gibt es bei uns keinen Überschuss, der später verramscht wird. In Europa gilt EU-Arbeitsrecht, und die Wege sind kurz genug, dass sich die Lieferkette nachvollziehen lässt.
Mehr zur Haltung hinter der Produktion steht unter Nachhaltigkeit.
Häufige Fragen
- Ab welcher Menge kann ich Kleidung produzieren lassen?
- Eine eigene Produktion mit eigenem Schnitt beginnt in der Regel bei 100 Stück. Darunter geht der Weg über den Rohling, ab einem Stück.
- Was ist der Unterschied zwischen Produktion und Veredelung?
- Produktion heißt eigener Schnitt und Stoff, genäht und veredelt in Portugal. Veredelung heißt dein Motiv auf einem fertigen Rohling, veredelt in Deutschland.
- Wie lange dauert ein Sample bei eigener Produktion?
- Rund sechs Wochen bis zum Sample, weitere acht Wochen für die Produktion danach, insgesamt rechne mit rund vier Monaten vom Entwurf bis zur Lieferung.
- Kann ich auch Hosen produzieren lassen?
- Hosen gibt es nur als fertigen Rohling zum Veredeln, nicht als eigene Produktion mit eigenem Schnitt.
- Welche Stoffe stehen bei eigener Produktion zur Auswahl?
- Single Jersey, French Terry, Piqué und Rib, mit freier Grammatur je nach Kategorie und Fall.
- Sind die Stoffe zertifiziert?
- Unsere Partnerbetriebe arbeiten mit GOTS- und OEKO-TEX-zertifizierten Stoffen, für viele Kategorien auch in Bio-Baumwolle.
- Was passiert nach der Produktion?
- Auf Wunsch übernehmen wir Lager, Shop, Versand und Support, damit fertige Teile nicht bei dir im Flur stehen.
- Was kostet Kleidung produzieren lassen?
- Das hängt von Stoff, Schnitt und Menge ab. Wir nennen Menge und Zeit im Angebot, keine Preise auf dieser Seite.