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RATGEBER · KOSTEN

T-Shirt produzieren lassen: Kosten, und woran sie hängen

Stand: September 2026

Kurz gesagt

Was es kostet, ein T-Shirt produzieren zu lassen, steht nicht vorher fest, sondern entsteht aus deinen Entscheidungen. Vier davon bewegen den Stückpreis am stärksten: der Rohling mit seiner Grammatur, das Verfahren, die Zahl der Farben und Motive und die Menge. Dazu kommen Ausstattung wie eigenes Label und Hangtag, das Sample vorab, Versand und Lager. Auf einem Rohling geht es ab einem Stück los, Siebdruck ab 20 Stück je Motiv. Mit eigenem Schnitt beginnt die Rechnung bei rund 100 Teilen je Schnitt und Farbe. Dieser Text zeigt, welche Entscheidung den Preis senkt und welche ihn hebt.

Zwei Wege, zwei Rechnungen

„T-Shirt produzieren lassen" meint zwei verschiedene Dinge, und die rechnen sich unterschiedlich. Auf dem einen Weg kommt dein Motiv auf einen fertigen Rohling aus dem Katalog: Schnitt, Stoff und Konfektion sind erledigt, bevor du anfängst, veredelt wird in Deutschland. Auf dem anderen Weg entsteht das Shirt neu, mit eigenem Schnitt, eigenem Stoff und eigenem Label, genäht und veredelt in Portugal.

Die erste Rechnung besteht im Kern aus zwei Posten: dem Rohling und der Veredelung. In der zweiten steckt zusätzlich alles, was vor dem allerersten Teil passiert, also Schnitt, Stoffbahnen und ein Sample, das geprüft und freigegeben wird. Dieser Aufwand fällt einmal an, egal wie viele Teile danach folgen, und verteilt sich deshalb auf die ganze Serie.

Daraus folgt die erste Kostenfrage, noch vor jeder Zahl: Brauchst du ein Motiv auf einem vorhandenen Teil oder ein Teil, das es vorher nicht gab? Ein Unternehmen, das zehn Shirts fürs Team braucht, rechnet auf dem Rohling-Weg. Wer eine Kollektion aufbaut, deren Schnitt niemand sonst hat, rechnet auf dem anderen. Wie die Mengengrenzen zustande kommen, steht im Ratgeber zur Mindestbestellmenge in der Textilproduktion.

Der Rohling: Qualität, Grammatur, Farbe

Beim Rohling-Weg ist das unbedruckte Shirt der größte Einzelposten, und du wählst ihn selbst. T-Shirts gibt es z. B. in 150 g/m² Single Jersey, in 180 g/m² für den Alltag oder in 220 bis 240 g/m² als Heavy-Qualität, dazwischen und darüber geht mehr. Die Grammatur entscheidet, wie das Shirt fällt und wie lange es die Form hält, und sie schlägt sich im Preis nieder: Für einen schweren Oversize-Rohling wird mehr Stoff verarbeitet als für ein leichtes Sommershirt.

Die Qualität ist damit nicht abschließend beschrieben. Zwei Shirts mit 180 g/m² können sich in Garn, Verarbeitung und Waschbeständigkeit deutlich unterscheiden, und das merkst du erst nach ein paar Wäschen. Auf Wunsch läuft das Shirt in Bio-Baumwolle, GOTS-zertifiziert über den Hersteller des Rohlings; wir empfehlen solche Rohlinge, weil Stoff und Verarbeitung in der Regel besser sind.

Die Auswahl selbst kostet nichts, aber sie steuert die Rechnung. Ein unisex geschnittener Rohling hält dich bei einem Artikel statt bei zwei Schnitten, und wer bei einer Rohling-Farbe bleibt, bestellt mehr Teile desselben Artikels statt mehrerer kleiner Teilmengen. Für Hoodies, Pullover, Taschen und Caps gilt dieselbe Rechnung, nur mit anderen Stoffgewichten.

Verfahren und Farben: wo Einrichtung anfällt

Der zweite große Posten ist die Veredelung. Welche Drucktechnik zu deinem Motiv passt, entscheidet im Textildruck nicht der Geschmack, sondern die Menge. DTG und DTF, beides Digitaldruck, brauchen keine Einrichtung: Die Datei geht auf die Maschine, das Shirt kommt bedruckt heraus, ab Stückzahl 1. Der Preis je Teil bleibt dadurch fast gleich, ob du fünf oder 200 Shirts bedrucken lässt.

Siebdruck dreht das um. Für jede Farbe eines Motivs entsteht ein eigenes Sieb, und dieser Schritt kostet Arbeit, bevor das erste Shirt läuft. Deshalb beginnt Siebdruck bei 20 Stück je Motiv: Darunter verteilt sich die Einrichtung auf zu wenige Teile. Oberhalb dieser Grenze läuft es andersherum, denn der Druck selbst ist schnell und die Farben halten lange. Ein einfaches, einfarbiges Logo auf 200 Shirts ist der klassische Fall dafür, ein Fotomotiv in voller Farbe dagegen nicht.

Beim Stick zählt nicht die Farbe, sondern die Zahl der Stiche. Ein kleines Logo auf der Brust links, etwa 8 × 8 cm, ist schnell gestickt; eine große Fläche über den halben Rücken braucht ein Vielfaches an Garn und Maschinenzeit. Wer ein Logo besticken lässt statt es zu drucken, kauft Haltbarkeit ein, solange das Motiv klein bleibt.

Die Zahl der Farben fragen wir deshalb nur bei Siebdruck und Stick ab: Wer ein Design mit vier Farben in Serie drucken lässt, richtet viermal ein. Bei DTG und DTF ist ein Farbverlauf so teuer wie eine Linie, du kannst dein Motiv also frei gestalten. Was dagegen bei jedem Verfahren zählt, ist die Zahl der Stellen: Brust vorn, Rücken groß und ein Ärmel sind drei Arbeitsgänge an einem Shirt, nicht einer.

Menge: die Rechnung ändert sich mit jedem Teil

Der Stückpreis sinkt mit der Menge, das gilt auf beiden Wegen. Wie stark, hängt davon ab, wie viel Einrichtung im Spiel ist. Ein Rechenbeispiel in Mengen: Ein zweifarbiges Motiv im Siebdruck braucht zwei Siebe. Auf 20 Shirts tragen 20 Teile diese zwei Siebe, auf 200 Shirts sind es dieselben zwei Siebe für zehnmal so viele Teile. Der Anteil je Shirt wird also mit jeder Bestellmenge kleiner, während der Rohling selbst gleich teuer bleibt.

Im Digitaldruck fehlt dieser Effekt weitgehend, weil es nichts einzurichten gibt. Dafür kostet dich dort keine Menge den Einstieg: Ein einzelnes Shirt ist möglich, zehn sind möglich, und niemand rechnet dir eine Serie vor, die du nicht brauchst.

Teurer wird es durch Splitten. Viermal 25 Shirts über das Jahr sind vier Bestellungen, vier Einrichtungen im Siebdruck und vier Sendungen; einmal 100 Shirts sind eine Bestellung. Dasselbe gilt für Motive: Drei Varianten zu je zehn Stück sind drei Motive in Kleinauflage, nicht eine Serie von 30. Wer die Rechnung senken will, bündelt zuerst und spart erst danach am Stoff.

Label, Sample, Versand: die Posten neben dem Druck

Rohling und Veredelung sind nicht alles. Ein eigenes Nackenlabel oder ein Hangtag macht aus dem Katalogteil ein Teil mit deinem Namen. Die Labels lieferst du, wir lassen sie einnähen, und das geht gegen Aufpreis, weil jedes Shirt dafür einzeln durch die Hand geht.

Das Sample steht vor der Serie und wird bezahlt. Es ist der Rohling zum Anfassen, noch ohne Motiv, nach rund fünf Werktagen bei dir. Wer das fertige Teil mit Motiv vorab sehen will, bekommt ein Muster, rund fünf Werktage später. Beides kostet etwas und verhindert den teuersten Fehler: 200 Shirts in einer Qualität, die dir nicht gefällt.

Dann der Termin. Eine normale Kleinserie ist in fünf bis zehn Werktagen fertig, größere Serien in der Regel innerhalb von drei Wochen. Express ist auf Rohlingen möglich, mit Aufschlag und eingeschränkter Produktauswahl. Eile ist damit ein eigener Posten in der Rechnung.

Zuletzt Versand und Lager. Eine Sendung an eine Adresse ist ein Versandvorgang, 30 Einzelsendungen an 30 Teammitglieder sind 30. Lagern und verschicken können wir übernehmen, aus dem Hauptlager im Hamburger Umland; auch das ist eine Leistung mit eigenem Aufwand. Deine eigenen Textilien mitzubringen klingt nach Ersparnis, ist aber ein Sonderfall: Beistellware veredeln wir nur auf Anfrage und ohne Garantie, weil vorher niemand weiß, wie das Teil auf Hitze und Druck reagiert.

Eigener Schnitt: ab rund 100 Teilen je Schnitt und Farbe

Beim eigenen Schnitt verschiebt sich die Rechnung nach vorn. Bevor ein Shirt existiert, stehen Entwurf, Schnitt, Stoffwahl und ein Sample, das rund sechs Wochen nach der Freigabe des Entwurfs vorliegt. Danach läuft die Produktion rund acht Wochen; vom Entwurf bis zur Lieferung rechnest du realistisch mit rund vier Monaten. Diese Vorarbeit fällt einmal an und steckt anteilig in jedem Teil der Serie.

Die Mengengrenze kommt aus dem Stoff. Für jede Farbe werden eigene Stoffbahnen produziert, deshalb liegt die Menge in der Regel bei rund 100 Stück je Schnitt und je Farbe. Ein Shirt in Schwarz und dasselbe Shirt in Ecru sind zwei Mengen, nicht eine. Wer mit einer Farbe startet, hält die erste Serie klein; wer vier Farben will, plant die vierfache Menge ein.

Dafür bekommst du Dinge, die auf dem Rohling-Weg nicht zu haben sind: Länge, Weite, Ausschnitt und Ärmel nach deiner Vorgabe, den Stoff frei gewählt vom leichten Single Jersey bis zum schweren French Terry, dazu Webetikett und Hangtag. Genäht und veredelt wird im selben Betrieb im Raum Porto, das Teil wandert also nicht zwischen zwei Häusern hin und her. Der Stückpreis sinkt auch hier mit der Menge, weil Schnitt und Sample nur einmal anfallen.

O-Ton folgt.

Was den Preis senkt, was ihn hebt

Entscheidungsenkt den Stückpreishebt den Stückpreis
Menge je Motiveine Bestellung über 100 Shirtsviermal 25 Shirts über das Jahr
VerfahrenSiebdruck bei gleichem Motiv ab 20 StückStick mit großer Fläche und vielen Stichen
Farben im Motivein einfarbiges Logo im Siebdruckjede weitere Farbe, weil jede ein eigenes Sieb braucht
Stellen am Shirtein Motiv auf der BrustBrust, Rücken und Ärmel als drei Arbeitsgänge
Rohling150 bis 180 g/m² für leichte Shirts220 bis 240 g/m² in Heavy-Qualität
Ausstattungdas Label des Rohlings bleibt drineigenes Nackenlabel, Hangtag, Sonderfarbe
Terminfünf bis zehn Werktage normaler VorlaufExpress mit Aufschlag

Diese Tabelle ist die ehrliche Antwort auf die Kostenfrage. Eine Zahl vorab wäre entweder geraten oder so hoch angesetzt, dass sie in jedem Fall stimmt. Deshalb steht der Stückpreis im Angebot: Er hängt an genau diesen Entscheidungen, und die triffst du.

Was wir dazu machen

Bei .stumpf gehen beide Wege. Ein Motiv auf einem Rohling drucken oder sticken unsere Partnerbetriebe in Deutschland ab einem Stück, beschrieben unter T-Shirts bedrucken lassen. Ein Shirt nach eigenem Schnitt entsteht in Portugal, beschrieben unter T-Shirt produzieren lassen; der Überblick über beide Wege steht unter Kleidung produzieren lassen. Schick uns Motiv, Menge und Termin in einer Anfrage, dann bekommst du ein Angebot mit Zahl und Zeitraum statt einer Spanne.

Häufige Fragen

Was kostet es, ein T-Shirt produzieren zu lassen?
Das hängt an Rohling, Verfahren, Zahl der Farben und Motive, Menge, Ausstattung und Termin. Eine feste Zahl vorab gäbe es nur als Spanne, die am Ende für dein Vorhaben doch nicht stimmt, deshalb steht der Stückpreis im Angebot.
Wird das Shirt pro Stück günstiger, wenn ich mehr bestelle?
Ja, weil sich Einrichtung, Sample und Versand auf mehr Teile verteilen. Im Digitaldruck fällt der Effekt kleiner aus als im Siebdruck, weil es dort nichts einzurichten gibt.
Ab wie vielen Shirts ist Siebdruck günstiger als Digitaldruck?
Siebdruck beginnt bei 20 Stück je Motiv und spielt seinen Vorteil danach aus, weil die Siebe einmal entstehen und dann viele Teile tragen. Bei wenigen Shirts oder vielen Farben sind DTG und DTF der kürzere Weg.
Kostet das Sample extra?
Ja. Auf dem Rohling-Weg ist das Sample ein bezahlter Rohling zum Anfassen, noch ohne Motiv, nach rund fünf Werktagen bei dir. Ein Muster mit Motiv kommt auf Wunsch rund fünf Werktage später dazu.
Spare ich, wenn ich eigene T-Shirts mitbringe?
Selten. Beistellware veredeln wir nur auf Anfrage und ohne Garantie, weil wir die Qualität des Teils nicht prüfen können. Geht dabei etwas schief, ist das Shirt weg und die Arbeit trotzdem gemacht.