VEREDELUNG · AB EINEM STÜCK
Textilien besticken lassen, ab einem Stück auf fast jedem Teil
Du schickst dein Logo, wir machen daraus die Stickdatei und sticken sie auf Polo, Ärmel, Cap-Front, Beanie-Umschlag oder Bordürenband.
Ab einem Stück
Sample in 5 Werktagen, Muster in weiteren 5, fertig in 5 bis 10 Werktagen; größere Serien in der Regel in drei Wochen
Veredelt in Deutschland
Welche Stoffe die Nadel tragen
Gestickt wird auf fast allem, was wir als Rohling bekommen: Polo aus 180 oder 220 g/m² Piqué, T-Shirt aus Single Jersey, Sweater aus French Terry, Cap aus Baumwoll-Twill, Beanie aus Feinstrick, Handtuch aus 400 g/m² Frottee. Die Grammatur sagt dir, wie schwer ein Stoff pro Quadratmeter ist; je fester er gewebt ist, desto ruhiger liegt der Stich.
Dehnbare Ware gibt unter der Nadel nach. Deshalb läuft unter jedem Motiv ein Vlies mit, das den Stoff beim Sticken hält, bei Jersey und Fleece mehr davon als bei Twill oder Piqué.
Auf Wunsch gibt es viele dieser Teile aus Bio-Baumwolle; unsere Partnerbetriebe arbeiten mit GOTS- und OEKO-TEX-zertifizierten Stoffen, ein eigenes Siegel führen wir nicht. Die Farbe nennen wir als Wort, denn ein Bildschirm ersetzt keine Stoffprobe.
Gewaschen wird bei 30 °C. Der Faden hält so lange wie der Stoff, in den er genäht ist.
Textilien besticken lassen: welche Stelle an welchem Teil
Die Position entscheidet mehr als das Verfahren. Auf Shirt, Polo, Sweater und Jacke sitzt das Logo meist links auf der Brust, typisch auf acht mal acht Zentimetern, dazu kommen Ärmel und Nacken.
Bei der Cap sticken wir ins Front-Panel; die Nähte darin legen fest, wie breit das Motiv werden darf. Beim Beanie läuft der Stich auf dem Umschlag, weil die Strickstruktur in der Fläche feine Details schluckt.
Am Handtuch gehört das Motiv auf das Bordürenband, das glatte Band im Frottee, nicht in die Schlinge. An der Socke sitzt es am Bund. Bei Workwear und Schürzen ist Stick ohnehin die erste Wahl, weil diese Teile oft in die Wäsche gehen.
Ein Motiv über die ganze Brust oder den kompletten Rücken lässt sich sticken, wird dabei aber schwer, steif und teuer. Dafür schlagen wir dir Druck vor, etwa DTF oder Siebdruck ab 20 Stück.
Wo der Faden aufhört
Schrift unter etwa vier Millimetern Höhe läuft zu, weil der Faden die feine Linie nicht sauber nachzeichnet. Ein Zusatz wie eine Webadresse in Kleinschrift fällt deshalb oft weg oder wird größer gesetzt.
Farbverläufe und Fotos bildet Stickerei nicht ab. Jeder Stich hat genau eine Garnfarbe, und die Garne kommen aus einer festen Reihe, sie werden nicht angemischt. Eine Sonderfarbe nach Pantone suchen wir so nah wie möglich aus und zeigen sie dir am Muster.
Bei wasserdichten Jacken setzt jede Nadel ein Loch in die Membran. Dort nähen wir das Motiv lieber als eigenes Stück Stoff auf, statt direkt in die Jacke zu sticken.
O-Ton folgt.
Wie viele Garnfarben dein Motiv hat, wirkt sich auf die Zeit an der Maschine aus und damit auf den Termin. An der Motivgröße ändert die Farbzahl nichts.
Von deiner Vorlage zur Stickdatei
Eine Druckdatei ist noch keine Stickdatei. Aus deiner Vorlage punchen wir sie: Darin steht, wo jeder Stich sitzt, in welcher Reihenfolge genäht wird und wo das Garn wechselt.
Dafür brauchen wir eine Vektordatei oder eine saubere Vorlage, ein PDF reicht, wenn die Kanten stimmen. Was Stickerei technisch ist, steht im Glossar; hier geht es darum, was davon auf deinem Teil ankommt.
Das Punchen läuft einmal pro Motiv. Danach bleibt die Datei gespeichert, und jede Nachbestellung bekommt dasselbe Fadenbild an derselben Stelle.
Weil dieser Schritt unabhängig von der Menge dieselbe Zeit kostet, schlägt er bei einem einzelnen Teil voll durch und verteilt sich bei einer Serie. Möglich ist beides, und was in deinem Fall sinnvoll ist, sagen wir dir vor der Bestellung.
Für Firmen, Gastro und Merch
In Betrieben mit Kundenkontakt hält Stick länger durch als Druck: Polo an der Rezeption, Schürze in der Küche, Jacke im Außendienst, jede Woche in der Wäsche. Auch nach vielen Wäschen ist das Logo noch da.
Vereine und Firmen bestellen bestickte Teile meist gemischt, Polos und Caps in einer Anfrage, mit einem Termin und einer Lieferung. Für neue Kolleg:innen kommt später ein einzelnes Teil nach, mit derselben gespeicherten Datei.
Im Merch trägt der Stich die ruhigen Teile: das Wort auf der Cap, das kleine Zeichen auf der Brust, die Beanie zur Wintertour. Das Artwork in voller Größe bleibt dem Druck.
Nach der Produktion übernehmen wir auf Wunsch Lager und Versand aus dem Hamburger Umland, falls die Teile über mehrere Termine rausgehen. Kleidung, die du selbst mitbringst, besticken wir nur auf Anfrage und ohne Garantie, weil wir die Qualität des Teils vorher nicht prüfen können.
So läuft es
Sample meint den Rohling zum Anfassen, bezahlt und noch ohne Motiv. Muster meint das fertige Teil mit deinem kompletten Motiv.
- Anfrage: Du nennst Teil, Menge, Position und Motiv, wir sagen dir, ob Stick dafür passt.
- Sample: Der Rohling zum Anfassen, 5 Werktage.
- Muster auf Wunsch: Das fertige Teil mit deinem Motiv, 5 weitere Werktage.
- Produktion und Versand: Fertig in 5 bis 10 Werktagen, größere Serien in der Regel in drei Wochen.
Schneller geht Express auf Anfrage, mit Aufschlag und eingeschränkter Auswahl an Verfahren und Rohlingen.
Drei Fragen
Ab wie vielen Teilen kann ich Kleidung besticken lassen? Ab einem. Die Stickdatei entsteht einmal pro Motiv, deshalb wird es pro Teil günstiger, je größer die Serie ist.
Welche Teile lassen sich nicht besticken? Teile, bei denen die Nadel schadet oder das Motiv nicht ankommt: wasserdichte Membranen, sehr feiner Strick in der Fläche, Frottee außerhalb des Bordürenbands. Dort nähen wir ein eigenes Stück Stoff auf oder schlagen Druck vor.
Wie klein darf Schrift beim Sticken sein? Etwa vier Millimeter Höhe sind die Grenze. Darunter laufen die Buchstaben zu, und aus zwei Zeichen wird ein Fleck.
Kann ich ein Logo mit Farbverlauf sticken lassen? Nein, jeder Stich trägt eine Garnfarbe. Wir setzen den Verlauf in klare Flächen um oder drucken das Motiv, je nachdem, was dir wichtiger ist.
Wie lange hält eine Stickerei? So lange wie der Stoff, in den sie genäht ist, solange bei 30 °C gewaschen wird. Der Faden liegt im Gewebe und nicht als Schicht darauf.
T-Shirts bedrucken lassen – wenn das Motiv groß, bunt oder fotorealistisch ist.
Socken besticken statt bedrucken – warum am Bund gestickt und nicht gedruckt wird.
Sublimationsdruck – der Sonderweg für helles Polyester, nur auf Anfrage.
Alle vier Verfahren mit ihren Stückzahlen und Zeiten stehen bei .stumpf you.
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