VEREDELUNG · AB EINEM STÜCK
Caps bedrucken lassen? Wir sticken die Front, ab einem Stück
Auf der gewölbten Front einer Cap sitzt kein Druck sauber, deshalb kommt dein Logo als Stich in den Stoff; soll das Motiv größer werden, setzen wir einen Patch darauf.
Ab einem Stück
Sample in 5 Werktagen, Muster in weiteren 5, fertig in 5 bis 10 Werktagen; größere Serien in der Regel in drei Wochen
Veredelt in Deutschland
Stoff und Passform
Manche sagen Kappe, gemeint ist dieselbe Cap. Der Stoff ist meist ein dicht gewebter Baumwoll-Twill, der den Faden gut hält und wenig nachgibt.
Eine strukturierte Cap trägt hinter der Front eine Einlage, die sie in Form hält. Diese Form ist der Grund, warum die Fläche vorn nie eben liegt, weder auf dem Kopf noch unter einer Presse.
Die unstrukturierte Dad Cap fällt weicher und legt sich näher an den Kopf. Flach wird auch sie nicht, sie ist nur etwas beweglicher unter der Nadel.
Snapback und 6-Panel sitzen über einen Verschluss am Hinterkopf, du brauchst für die Anfrage also keine Größenliste. Für einen Teil der Modelle gibt es Bio-Baumwolle, unsere Partnerbetriebe arbeiten dafür mit GOTS-zertifizierten Stoffen; eigene Siegel führen wir nicht.
Die Farbe der Cap geben wir als Wort an, Navy bleibt Navy, egal wie dein Bildschirm es zeigt. Am Sample siehst du Stoff und Farbe zum Anfassen, bezahlt und noch ohne Motiv.
Caps bedrucken: warum bei uns der Faden gewinnt
Jedes Druckverfahren braucht eine ruhige, flache Fläche, und die Cap hat keine. Daran scheitert der Druck, nicht am Motiv.
Ein Transfer wird mit Hitze und Druck aufgebracht und will dafür eine ebene Unterlage. Über einer Wölbung liegt der Film nur an den höchsten Stellen an, an den Rändern löst er sich.
DTG setzt das Teil flach unter den Druckkopf und arbeitet nur auf Baumwolle. Eine Cap lässt sich nicht flach legen, damit fällt das Verfahren hier aus.
Siebdruck zieht die Farbe mit einer Rakel durch ein flaches Sieb, ab 20 Stück. Auch dieser Weg endet an der Wölbung der Front.
Stickerei braucht die flache Fläche nicht: Die Nadel arbeitet den Faden in den Twill ein, Stich für Stich, und die Cap darf dabei rund bleiben. Deshalb ist Stick bei uns der Standard, und wie das im Detail läuft, steht auf der Seite Caps besticken lassen.
Stick hat eigene Grenzen. Schrift unter etwa vier Millimetern läuft zu, Farbverläufe und Fotos bildet der Faden nicht ab, und die Nähte im Front-Panel legen fest, wie breit wir überhaupt gehen können.
O-Ton folgt.
Für ein größeres oder feineres Motiv gibt es den Patch: ein eigenes Stück Stoff mit deinem Motiv, das flach entsteht und danach auf die Cap genäht wird. Was auf dem Patch möglich ist, prüfen wir an deiner Vorlage, bevor wir dir den Weg vorschlagen.
Willst du ein Foto tragen, sagen wir dir das vor der Bestellung: Dafür ist die Cap das falsche Teil. Ein Shirt oder eine Tasche nimmt ein Bildmotiv in voller Größe auf.
Gewaschen wird bei 30 °C. Der Faden hält so lange wie der Twill, solange die Maschine nicht heißer läuft.
Für Merch, Drops und Gastgeschenke
Bands und Creator:innen bringen die Cap in den Merch-Tisch, meist mit einem kurzen Schriftzug statt mit dem ganzen Artwork. Ein Wort auf der Front liest sich aus drei Metern noch, ein Bild nicht.
Wer eine kleine Kollektion verkauft, lässt die Cap auf Bestellung veredeln, statt sie kistenweise vorzuhalten. Wir hängen uns an deinen Shop, lagern im Hamburger Umland und verschicken jedes Teil einzeln.
Für Hochzeit und Junggesell:innenabschied läuft oft ein Name oder ein Datum auf der Front, als kleine Auflage für die engste Runde. Ab einem Stück heißt hier wirklich ab einem Stück.
Zum Launch einer Kampagne bestellen Agenturen Caps als Gastgeschenk, zusammen mit Shirts oder Taschen aus derselben Anfrage. Alles läuft über einen Ansprechpartner und einen Liefertermin.
Wer seine Cap ganz selbst gestalten will, mit eigenem Schnitt, eigenem Stoff und eigenem Label, geht den zweiten Weg: eigene Kollektion, genäht und veredelt in Portugal, in der Regel ab 100 Stück je Schnitt und Farbe.
So läuft es
- Anfrage: Du schickst Motiv, Menge und dein Wunschmodell, wir sagen dir, ob Stich oder Patch besser passt.
- Sample: Die Cap zum Anfassen, bezahlt und noch ohne Motiv, 5 Werktage.
- Muster (auf Wunsch): Die fertige Cap mit deinem Motiv, 5 weitere Werktage.
- Produktion und Versand: Fertig in 5 bis 10 Werktagen, größere Serien in der Regel in drei Wochen.
Express geht auf Anfrage, mit Aufschlag und eingeschränkter Auswahl an Verfahren und Rohlingen. Caps, die du selbst mitbringst, veredeln wir nur auf Anfrage und ohne Garantie, weil wir den Aufbau der Front vorher nicht kennen.
Drei Fragen
Könnt ihr eine Cap wirklich nicht bedrucken? Auf der gewölbten Front nicht in einer Qualität, für die wir geradestehen. Wir sticken stattdessen oder setzen einen Patch, und sagen dir vorher, welcher Weg zu deinem Motiv passt.
Was ist ein Patch und wie kommt er auf die Cap? Ein eigenes Stück Stoff mit deinem Motiv, das flach entsteht und danach auf die Front genäht wird. So bekommst du mehr Fläche, als der Stich direkt auf dem Panel hergibt.
Geht ein Foto auf die Cap? Nein. Der Faden bildet Flächen und Linien ab, kein Bild mit Farbverlauf. Für ein Foto schlagen wir dir ein Shirt oder eine Tasche vor.
Bekomme ich auch eine einzelne Cap? Ja, ab einem Stück. Die Stickdatei entsteht einmal pro Motiv, deshalb schlägt dieser Schritt bei einem einzelnen Teil voll durch; machbar ist es trotzdem.
Wie wasche ich eine veredelte Cap? Bei 30 °C. Heißer greift die Maschine eher das Motiv an als den Twill, und die Einlage in der Front verzieht sich.
- Caps besticken lassen – der Standardweg, mit Muster vorab zum Anfassen.
- Caps besticken in Kleinauflage – für wenige Stück mit kurzem Vorlauf.
Mehr zu allen Verfahren und Stückzahlen bei der Textilveredelung bei .stumpf you.
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