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RATGEBER · GUIDE

Berufsbekleidung für Medizin und Pflege: was Praxis, Klinik und Pflegedienst brauchen

Stand: September 2026

Kurz gesagt

Berufsbekleidung in Medizin und Pflege besteht meist aus wenigen Teilen: Kasack oder Kittel, ein Polo oder Shirt für Empfang und Verwaltung, eine Schürze für die nasse Arbeit, eine leichte Jacke für kühle Flure. Die Entscheidung fällt seltener über den Schnitt als über die Wäsche, denn diese Teile gehen oft täglich in die Maschine. Deshalb rechne mit mehreren Teilen pro Person und wähle ein Verfahren, das viele Waschgänge aushält: Ein gesticktes Logo hält länger als ein gedrucktes. Unsere Pflegeempfehlung ist 30 °C, für jedes Teil und jedes Verfahren. Was in deinem Haus gelten muss, steht in deinem Hygieneplan, nicht bei uns.

Berufsbekleidung für Medizin und Pflege: welche Teile im Schrank hängen

Das bekannteste Teil ist der Kasack, das kurzärmelige Oberteil mit geradem Schnitt, das über der Hose getragen wird. Verbreitet sind zwei Varianten: der Schlupfkasack, der über den Kopf geht und keine Knopfleiste hat, und der klassische Kasack mit Knopf- oder Druckknopfleiste, der sich schneller wechseln lässt. Beide veredeln wir, sofern es das Teil als Rohling gibt; was gerade lieferbar ist, sagen wir dir in der Antwort auf deine Anfrage.

Daneben läuft in vielen Praxen der Kittel weiter, vor allem in der ärztlichen Arbeit, wo Taschen für Block, Stethoskop und Telefon gebraucht werden. In Physiotherapie, Logopädie und ambulanter Pflege hat dagegen oft das Polo oder das T-Shirt den Kittel abgelöst, weil sich darin besser arbeiten lässt, wenn man den ganzen Tag in Bewegung ist. Am Empfang und in der Verwaltung landen die gleichen Teile, nur in einer ruhigeren Farbe.

Dazu kommen zwei Ergänzungen. Eine Schürze schützt bei Reinigung, Küche und Materialaufbereitung, sie ist das Teil, das man zwischendurch abnimmt. Eine leichte Sweatjacke oder Fleecejacke zieht sich über den Kasack, weil Flure, Lager und Fahrten zum Hausbesuch kühler sind als das Behandlungszimmer.

Zwei Dinge gehören zur Ausstattung, kommen aber nicht von uns. Hosen gibt es bei uns nur als fertigen Rohling, ohne Stick und ohne Druck. Schuhe führen wir gar nicht; welche Berufsschuhe dein Haus vorsieht, steht in deinem Arbeitsschutz- und Hygienekonzept.

Bei den Schnitten hast du je Rohling die Wahl zwischen unisex, tailliert geschnittenen Damen- und geraden Herrenmodellen, üblicherweise in Größen von XS bis 3XL. Unisex hält die Auswahl im Schrank klein und macht das Nachbestellen einfach, getrennte Schnitte sitzen besser. Viele Häuser mischen: unisex für Aushilfen und Praktikant:innen, getrennte Schnitte für alle, die länger bleiben.

Die Wäsche entscheidet über Menge und Verfahren

In kaum einer Branche geht Kleidung so oft in die Maschine wie hier. Ein Kasack wird meist nach jeder Schicht gewechselt, in manchen Bereichen auch zwischendurch. Wie oft ein Teil gewaschen wird, solltest du vor der Bestellung wissen, weil diese Zahl zwei Entscheidungen vorgibt: wie viele Teile jede Person braucht und welches Verfahren aufs Teil kommt.

Zur Menge: Wer täglich wechselt und einmal in der Woche wäscht, braucht für jeden Arbeitstag ein Teil und eines in Reserve, sonst fehlt am Ende der Woche das saubere Oberteil. Wer eine Wäscherei beauftragt, rechnet zusätzlich die Tage ein, die das Teil unterwegs ist.

Zum Verfahren: Unsere Pflegeempfehlung lautet 30 °C, für Stick wie für Druck. Dass in Praxen und Kliniken heißer gewaschen wird, wissen wir; das entscheidet ihr, und eine Zusage für heißere Programme geben wir nicht. Was die Zeichen im Etikett bedeuten, steht im Glossar unter Waschsymbole.

Unabhängig von der Temperatur gilt: Häufige Wäsche kostet jedes Verfahren Schärfe, ein Druck mehr als einen Stick. Bei der Stickerei wird der Faden Teil des Gewebes, statt als Schicht darauf zu liegen, deshalb hält ein gesticktes Praxislogo so lange wie der Stoff, an dem es sitzt. Das ist der Grund, warum in Medizin und Pflege so oft gestickt wird und nicht gedruckt.

O-Ton folgt.

Auch der Stoff hängt an der Wäsche. Ein Mischgewebe aus Baumwolle und Polyester behält die Form über viele Wäschen und trocknet schneller, reine Baumwolle fühlt sich weicher an und verzieht sich eher. Beim Polo kommt die Piqué-Struktur dazu, die feine Druckdetails schluckt, einem gestickten Logo aber nichts anhaben kann.

Wo die Vorgaben für dein Haus stehen

Was dein Haus tragen muss, wie oft gewechselt wird und wer wäscht, steht in deinem Hygieneplan und bei der für dich zuständigen Behörde. Dort steht auch, ob Bereichskleidung das Haus verlassen darf oder ob sie im Haus bleibt und dort aufbereitet wird. Eine Rechtsauskunft geben wir nicht, und wir behaupten für unsere Teile keine Norm.

Für die Bestellung brauchst du aus diesem Papier nur zwei Angaben: wie oft gewechselt wird und wer die Wäsche macht. Schreib beide in die Anfrage, dann schlagen wir Stoff, Menge und Verfahren dazu vor.

Logo und Name: je Teil entschieden

In den meisten Häusern trägt jedes Teil dasselbe Logo an derselben Stelle, beim Kasack über der Brusttasche, beim Polo links auf der Brust. Wer diese Position einmal festlegt, bekommt sie bei jeder Nachbestellung identisch, auch wenn dazwischen ein Jahr liegt.

Ein Vorname oder die Berufsbezeichnung kommt auf Wunsch dazu, gestickt und je Teil. Der Name gehört danach fest zu diesem einen Oberteil, ein wechselbares Namensschild ist das nicht. Beim Sticken gibt es eine Grenze: Schrift unter rund vier Millimetern läuft zu. Lange Praxisnamen setzen wir deshalb größer oder drucken sie.

Weil Kleidung hier oft am Ende des Tages in einer gemeinsamen Wäsche landet, hilft es, Teile mit Namen von neutralen Teilen zu trennen. Neutrale Teile lassen sich weiterreichen, wenn jemand geht oder neu anfängt.

Farben: was sich in der Praxis durchgesetzt hat

Weiß ist in Medizin und Pflege der Klassiker, und das hat einen praktischen Grund: Ein weißes Teil verträgt eine kräftige Wäsche, ohne dass die Farbe leidet. Dafür ist jeder Fleck sofort zu sehen.

Deshalb laufen heute viele Häuser in Hellblau, Petrol, Marine oder Bordeaux, dazu Grau und Schwarz in Therapie und ambulanter Pflege. In größeren Häusern bekommt jede Station oder jeder Bereich eine eigene Farbe, während das Logo für alle gleich bleibt. Das macht auf dem Flur auf den ersten Blick klar, wer zu wem gehört.

Für die Bestellung heißt das: Lege die Farbe je Bereich einmal fest und schreibe sie auf. Farbtöne fallen je Rohling leicht unterschiedlich aus, deshalb steht Farbe bei uns als Wort und nicht als Code, und deshalb lohnt sich ein Teil zum Anfassen, bevor das ganze Haus eingekleidet wird.

Was wir dazu machen

Wir veredeln Berufsbekleidung für Praxis, Klinik und Pflegedienst ab einem Stück in unseren Partnerbetrieben in Deutschland: Stick und DTF ab Stückzahl 1, Siebdruck ab 20 Stück je Motiv, fertig in 5 bis 10 Werktagen, größere Serien in der Regel innerhalb von drei Wochen. Vorab bekommst du den Rohling zum Anfassen und auf Wunsch ein fertiges Musterteil mit deinem Motiv. Welche Teile wir besticken und wie Kasack, Shirt und Schürze zusammenpassen, steht auf Medizinische Berufsbekleidung besticken; für Empfang und Verwaltung lohnt der Blick auf Poloshirts besticken. Was wir sonst für Firmen und Teams machen, steht unter Firmenkleidung. Stehen Teile, Menge und Termin fest, geht es direkt zur Anfrage.

Häufige Fragen

Welche Teile gehören zur Berufsbekleidung in Medizin und Pflege?
Meist Kasack oder Kittel, dazu Polo oder Shirt für Empfang und Verwaltung, eine Schürze für die nasse Arbeit und eine leichte Jacke für kühle Flure. Die Hose kommt als fertiger Rohling dazu, Schuhe führen wir nicht.
Was ist der Unterschied zwischen Kasack und Schlupfkasack?
Der Schlupfkasack geht über den Kopf und hat keine Knopfleiste, der klassische Kasack hat eine Knopf- oder Druckknopfleiste und lässt sich schneller wechseln. Beide veredeln wir, sofern es das Teil als Rohling gibt.
Bei wie viel Grad wird Berufsbekleidung in der Pflege gewaschen?
Unsere Pflegeempfehlung ist 30 °C, für Stick wie für Druck. Wie heiß in deinem Haus gewaschen wird, entscheidet ihr anhand eures Hygieneplans; für heißere Programme geben wir keine Zusage.
Stick oder Druck für das Praxislogo?
Bei täglicher Wäsche hält Stick am längsten, weil der Faden Teil des Gewebes wird. Druck ist die Wahl, wenn das Motiv groß, bunt oder fotorealistisch ist; er verliert bei häufiger Wäsche früher an Schärfe.
Wie viele Kasacks braucht eine Pflegekraft?
Das hängt daran, wie oft gewechselt und wie oft gewaschen wird. Wer täglich wechselt und einmal in der Woche wäscht, braucht für jeden Arbeitstag ein Teil und eines in Reserve. Läuft die Wäsche über einen Dienstleister, kommen die Tage dazu, die das Teil unterwegs ist.