GLOSSAR · PFLEGE
Waschsymbole
Waschsymbole sind genormte Zeichen auf dem Pflegeetikett eines Textils, die zeigen, wie es gewaschen, gebleicht, getrocknet, gebügelt und chemisch gereinigt werden darf. Jedes Zeichen steht für einen dieser fünf Schritte, und Zahlen, Punkte oder Striche daran sagen, wie heiß und wie schonend. Zusammen ergeben sie die Pflegeanleitung für ein Kleidungsstück.
Wie es funktioniert
Fünf Grundsymbole stehen für fünf Pflegeschritte. Was am Symbol dazukommt, verschiebt die Grenze: eine Zahl, ein bis drei Punkte, ein oder zwei Striche darunter, ein Kreuz durch das Zeichen für ein Verbot.
- Bottich (Wanne mit Wasser): steht für Waschen. Eine Zahl darin, etwa eine 30, 40 oder 60, nennt die höchste erlaubte Temperatur in Grad Celsius. Ein Strich darunter bedeutet Schonwaschgang, zwei Striche bedeuten besonders schonend, eine Hand im Bottich statt einer Zahl steht für Handwäsche.
- Dreieck: steht für Bleichen. Ein leeres Dreieck erlaubt jedes Bleichmittel, zwei schräge Striche im Dreieck erlauben nur Sauerstoffbleiche ohne Chlor, ein durchgestrichenes Dreieck verbietet Bleichen ganz.
- Quadrat: steht für Trocknen. Ein Kreis im Quadrat erlaubt den Wäschetrockner, ein Punkt darin bedeutet niedrige, zwei Punkte normale Temperatur, ein durchgestrichener Kreis im Quadrat heißt: nicht in den Trockner. Ein waagerechter Strich im Quadrat steht für liegend trocknen, ein senkrechter für die Leine.
- Bügeleisen: steht für Bügeln. Ein Punkt darin bedeutet niedrige Temperatur, zwei mittlere, drei hohe; ein durchgestrichenes Bügeleisen verbietet Bügeln vollständig. Synthetische Fasern wie Polyester vertragen meist nur den einen Punkt.
- Kreis: steht für die chemische Reinigung. Ein Buchstabe im Kreis, meist P oder F, sagt der Reinigung, welches Lösemittel sie nehmen darf, ein durchgestrichener Kreis bedeutet: nicht chemisch reinigen.
Wofür es taugt, wofür nicht
Waschsymbole ersparen das Ausprobieren: Sie zeigen die obere Grenze für Temperatur und Verfahren, ohne dass du den Stoff selbst testen musst. Für ein bedrucktes oder besticktes Teil gilt in der Praxis oft eine vorsichtigere Wäsche, als das Etikett erlaubt – Druckfarbe und Stickgarn vertragen weniger Hitze und Reibung als der Stoff, auf dem sie sitzen.
Wofür sie nicht taugen: Wie lange Farbe und Form halten, sagen die Symbole nicht. Sie nennen die Grenze, nicht das Ergebnis, und bei einer ungewohnten Materialkombination bleibt es beim vorsichtigen ersten Waschgang.
Waschsymbole und Mischgewebe
Das Etikett richtet sich nach der empfindlichsten Faser im Stoff. Bei einem Mischgewebe aus Baumwolle und Polyester steht deshalb oft die niedrigere Temperatur im Bottich, obwohl Baumwolle allein mehr verträgt: Polyester nimmt bei Hitze zuerst Schaden.
Relevant für
Bedrucktes hält länger, wenn es auf links und kühl gewaschen wird, Besticktes mag ein Programm mit wenig Reibung – was das beim T-Shirt bedrucken und beim Textilien besticken heißt, steht dort. Welche Stoffe wir verarbeiten und woher sie kommen, steht unter Nachhaltigkeit.
Zwei Fragen
Was bedeutet eine Zahl im Waschsymbol?
Die Zahl im Bottich-Symbol nennt die höchste erlaubte Waschtemperatur in Grad Celsius, zum Beispiel eine 30 für 30 Grad. Ein oder zwei Striche darunter zeigen zusätzlich einen Schon- oder Feinwaschgang an.
Was tun, wenn kein Etikett mehr vorhanden ist?
Ohne Etikett hilft nur ein vorsichtiger Testlauf: kalt, mit wenig Reibung, auf links gewaschen. Bei bedruckten oder bestickten Teilen schont das sowohl den Stoff als auch Druck oder Stickerei.