RATGEBER · GUIDE
Arbeitskleidung Gastronomie: was Küche, Service und Empfang brauchen
Stand: September 2026
Kurz gesagt
In der Gastronomie entscheiden zwei Fragen über die Kleidung: Wie oft geht das Teil in die Wäsche, und wie nah steht die Person am Gast. In der Küche laufen Kochjacke, Latzschürze und Kochhose, im Service Hemd, Polo oder Shirt mit Bistroschürze darüber, am Empfang dasselbe Hemd mit Weste oder Jacke, im Housekeeping ein Kasack oder ein robustes Shirt mit Schürze. Weil täglich gewaschen wird, hält ein gesticktes Logo länger als ein gedrucktes; für große, bunte Motive ist Druck trotzdem der bessere Weg. Bei den Farben bleiben die meisten Betriebe bei Schwarz, Weiß, Navy oder Bordeaux, weil sich diese Teile Jahre später noch nachbestellen lassen.
Arbeitskleidung Gastronomie: was die vier Bereiche unterscheidet
Kochbekleidung muss Hitze, Fett und die tägliche Wäsche aushalten. Die Kochjacke ist dicker gewebt als ein Shirt, hat einen Stehkragen und eine doppelte Knopfleiste, die sich wenden lässt, wenn vorne etwas danebengeht. Dazu kommen die Latzschürze, die den Rumpf abdeckt, und die Kochhose, die eine ganze Schicht am Herd mitmachen muss. Kochjacken und Schürzen sind die Teile, die am häufigsten gewaschen werden, und damit die Teile, an denen sich die Wahl des Verfahrens entscheidet.
Servicebekleidung steht dagegen im Blick des Gastes. Im Restaurant läuft meist das Hemd oder die Bluse, glatt gewebt, mit der Bistroschürze darüber – dem Vorbinder mit Taschen für Bonbuch, Börse und Kugelschreiber. In Cafés und Bars ersetzen Polo oder Shirt das Hemd, weil sie sich lockerer tragen und schneller trocknen. Kellner:innen sind den ganzen Abend auf den Beinen und haben die Hände voll, deshalb zählen Bewegungsfreiheit und ein Ärmel, der nicht im Weg ist, mehr als jedes Detail am Schnitt. Funktional heißt hier vor allem: Taschen an der Stelle, an der die Hand ohnehin hinfasst.
Am Empfang in Hotel und Hotellerie dreht sich die Anforderung: weniger Fett und Hitze, mehr Auftritt. Hemden und Blusen bekommen eine Weste oder eine leichte Jacke dazu, und weil diese Teile seltener in die Maschine gehen, hält auch ein Druck darauf lange durch. Das Logo sitzt hier klein und ruhig, meist links auf der Brust.
Im Housekeeping ist die Bekleidung am stärksten beansprucht: Reinigungsmittel, Nässe, ständiges Bücken. Üblich sind Kasacks oder Polo mit Schürze, in Farben, die Bleichflecken nicht sofort zeigen. Kasacks kommen ursprünglich aus Medizin und Pflege; wir veredeln sie, sofern es das Teil als Rohling gibt, und sagen dir in der Antwort auf deine Anfrage, was gerade lieferbar ist.
Zwei Teile gehören zur Ausstattung, liegen aber außerhalb dessen, was wir veredeln. Hosen und Kochhosen kommen als Rohling mit, ein Motiv kommt darauf in der Regel nicht. Schuhe führen wir gar nicht. Welche Berufsschuhe mit rutschhemmender Sohle dein Betrieb braucht, steht in deinem Hygiene- und Arbeitsschutzkonzept. Accessoires wie Cap oder Beanie laufen im Foodtruck und im Außenbereich. Bedruckt werden sie bei uns nicht, weil sich eine gewölbte Fläche schlecht bedrucken lässt; gestickt wird ab einem Stück.
Stoffe, Größen und Farben
Bei den Materialien läuft es auf zwei Varianten hinaus. Schürze und Kochjacke gibt es als Rohling in Baumwolle/Polyester 65/35 oder in 100 % Baumwolle mit 240 g/m². Das Mischgewebe trocknet schneller, hält die Form über viele Wäschen und verzieht sich an den Stichstellen kaum. Reine Baumwolle fühlt sich auf der Haut besser an und nimmt am Herd mehr Feuchtigkeit auf, verzieht sich bei heißer Wäsche aber eher.
Für Polos gibt es Piqué zum Beispiel von 180 bis 220 g/m², in Regular und Slim. Shirts laufen als Single Jersey von 150 bis 240 g/m², je nachdem, ob das Teil leicht fallen oder schwer stehen soll. Das sind Beispielwerte; dazwischen und darüber gibt es mehr, und was am Ende passt, fasst du am Sample an.
Die passende Größe gibt es je nach Rohling von XS bis 3XL, unisex geschnitten oder getrennt für Damen und Herren. Unisex hält die Auswahl im Schrank klein, getrennte Schnitte sitzen besser. Viele Betriebe mischen: unisex für Aushilfen, getrennte Schnitte für die Stammbesetzung.
Bei den Farben sind vier üblich. Schwarz ist im Service der Standard, weil es Flecken verzeiht. Weiß ist in der Küche traditionell und zeigt dafür jeden Spritzer. Navy und Bordeaux liegen dazwischen und wirken im Gastraum wärmer als Schwarz. Die vier Töne fallen je nach Rohling leicht unterschiedlich aus, deshalb steht Farbe bei uns als Wort und nicht als Farbcode.
Bio-Baumwolle gibt es bei einem Teil der Rohlinge. Unsere Partnerbetriebe arbeiten mit GOTS- und OEKO-TEX-zertifizierten Stoffen; eigene Siegel führen wir nicht.
Wäsche und Pflege: der Grund für Stick
Unsere Pflegeempfehlung lautet 30 °C, für jedes Teil und jedes Verfahren. Dass in der Gastronomie heißer gewaschen wird, wissen wir; was über unserer Empfehlung läuft, entscheidest du, und dafür geben wir keine Zusage.
Über die Haltbarkeit entscheidet ohnehin weniger die Temperatur als die Häufigkeit. Eine Kochjacke geht nach jeder Schicht in die Maschine, eine Schürze manchmal schon zwischen zwei Schichten, ein Hemd vom Empfang vielleicht zweimal die Woche. Wie oft ein Teil in die Maschine geht, solltest du vor der Bestellung wissen, weil diese Zahl das Verfahren vorgibt.
Gestickt hält ein Logo die tägliche Wäsche am längsten aus, weil der Faden im Gewebe sitzt und nicht darauf. Eine Stickerei hält so lange wie der Stoff, an dem sie sitzt. Ein Druck sitzt als Schicht auf der Oberfläche: Siebdruck steckt davon am meisten weg, DTF verliert bei sehr häufiger Wäsche früher an Schärfe.
O-Ton folgt.
Rechne deshalb mit mehr als einem Satz Kleidung pro Person, sonst fehlt am Ende der Woche das saubere Teil. Aus demselben Grund trennen viele Betriebe die Bestellung für Küche und Service: Die Küche braucht mehr Teile pro Person, das Logo bleibt dasselbe.
Welches Verfahren zu welchem Teil passt
Drei Verfahren kommen bei Gastronomiebekleidung infrage: Stick und DTF ab einem Stück, Siebdruck ab 20 Stück je Motiv. DTG fällt meistens aus, weil es reine Baumwolle braucht und das gängige Mischgewebe die Farbe nicht so annimmt.
| Teil | Stick | DTF | Siebdruck ab 20 |
|---|---|---|---|
| Kochjacke | Standard, Logo links auf der Brust, hält die tägliche Wäsche | geht auch auf Mischgewebe, wird bei täglicher Wäsche früher matt | nur für ein Motiv in Serie, Knopfleiste begrenzt die Fläche |
| Latzschürze | Brustlatz ist fest und flach, ideal fürs Logo | erste Wahl für große, bunte Motive über die Front | lohnt sich, wenn alle dasselbe Motiv tragen |
| Bistroschürze / Vorbinder | am Bund oder über der Tasche | möglich, Fläche ist klein | ab 20 Stück sinnvoll |
| Hemd, Bluse | Brust links, kleines Logo, hält lange | möglich, wirkt auf glattem Gewebe schnell aufliegend | selten, Nähte und Knopfleiste stören den Rahmen |
| Polo | Brust links, die Piqué-Struktur stört den Faden nicht | eher für kleine Motive, feine Details verschwimmen im Piqué | ab 20 Stück, Struktur vorher am Muster prüfen |
| Shirt | kleines Logo auf der Brust | volle Fläche, auch fotorealistisch | ab 20 Stück, ein- bis dreifarbig am günstigsten |
| Kasack, Kittel | Brusttasche oder Brust links, sofern es das Teil als Rohling gibt | möglich, auf Mischgewebe gut | nur bei größeren Bestellungen |
| Cap, Beanie | Standard, auch 3D-Stick | bieten wir nicht an | bieten wir nicht an |
Stick hält so lange wie der Stoff und liegt nicht als Film auf der Oberfläche, dafür bildet die Nadel keine Farbverläufe und keine Fotos ab, und Schrift unter rund vier Millimetern läuft zu. Große Flächen werden gestickt schwer und teuer, ein Logo von etwa acht mal acht Zentimetern auf der Brust ist die übliche Größe.
DTF funktioniert auf fast jedem Gewebe, auch auf dunkler Ware und auf Mischgewebe, und gibt alle Farben fotorealistisch wieder. Die Grenze ist spürbar: Bei großen Flächen liegt ein Film auf dem Stoff, und feinste Details franst der Rand aus. Siebdruck bringt kräftige Farben und ist in Serie günstig pro Teil, braucht aber für jede Farbe ein eigenes Sieb und damit eine Einrichtung je Motiv. Die Farbanzahl fragen wir deshalb nur bei Siebdruck und Stick ab, bei DTF spielt sie keine Rolle.
Für die Daten gilt: Vektor (SVG, AI, EPS) oder ein sauberes PDF ist ideal, für DTF reicht eine hochaufgelöste Pixeldatei mit 300 dpi in Endgröße, freigestellt. Für Stick punchen wir aus deiner Vorlage die Stickdatei, weil Nadel und Faden anders arbeiten als ein Drucker. Sonderfarben nach Pantone sind möglich, auf Textil weicht die Farbe trotzdem leicht ab – dafür gibt es das Muster vorab.
Kleidung, die schon im Haus liegt, nehmen wir nur auf Anfrage an und ohne Garantie, weil wir die Qualität eines fremden Stoffs vorher nicht kennen. Bei einem Rohling aus dem Katalog wissen wir, wie er sich unter Nadel und Presse verhält.
Logo und Name: was vor der ersten Bestellung feststehen sollte
In den meisten Betrieben trägt jedes Teil dasselbe Logo an derselben Stelle: auf der Kochjacke links auf der Brust, auf der Latzschürze oben mittig, auf der Bistroschürze am Bund. Das hat weniger mit Gestaltung zu tun als mit der Nachbestellung: Wer die Position einmal festlegt, bekommt sie ein Jahr später identisch.
Einen Vornamen sticken wir auf Wunsch dazu. Er gehört dann fest zu diesem einen Teil; ein wechselbares Namensfeld versprechen wir nicht. Weil Personal in der Gastronomie schneller wechselt als in den meisten Branchen, lohnt der Name nur dort, wo jemand länger bleibt; für Aushilfen laufen die neutralen Teile weiter.
Fängt jemand neu an, reicht eine Nachbestellung über ein einzelnes Stück. Stickdatei und Rohling liegen dann schon bei uns, das Motiv wird nicht noch einmal abgestimmt.
Hygienevorschriften: wo du nachliest
Was dein Betrieb tragen muss, steht in deinem Hygienekonzept und bei der für dich zuständigen Behörde. Dasselbe gilt für die Frage, wer die Kleidung stellt und wer sie wäscht: Das regeln Arbeits- oder Tarifvertrag und die Vereinbarung im Haus. Eine Rechtsauskunft geben wir nicht.
Auf unsere Arbeit wirkt sich das vor allem über die Wäsche aus. Wenn dein Konzept tägliches Wechseln vorsieht, brauchst du mehr Teile pro Person und ein Verfahren, das viele Waschgänge aushält. Sag uns diese beiden Punkte in der Anfrage, dann richten wir Stoff und Verfahren danach aus.
Was wir dazu machen
Wir veredeln Berufsbekleidung für die Gastronomie ab einem Stück in unseren Partnerbetrieben in Deutschland, mit Stick und DTF ab Stückzahl 1 und Siebdruck ab 20 Stück je Motiv. Fertig ist eine Kleinserie in 5 bis 10 Werktagen, größere Serien in der Regel innerhalb von drei Wochen; vorab bekommst du den Rohling zum Anfassen und auf Wunsch ein fertiges Musterteil mit deinem Motiv. Den Überblick über Schürze, Kochjacke, Polo und Hemd findest du auf Berufsbekleidung für die Gastronomie, die Details zu den beiden häufigsten Teilen auf Kochjacken besticken und Schürzen besticken. Was wir sonst für Firmen, Vereine und Teams machen, steht unter Business, und wenn Teile, Menge und Termin schon feststehen, geht es direkt zur Anfrage.
Häufige Fragen
- Welche Arbeitskleidung braucht ein Restaurant in Küche und Service?
- In der Küche Kochjacke, Latzschürze und Kochhose, im Service Hemd, Bluse, Polo oder Shirt mit Bistroschürze darüber. Am Empfang kommt eine Weste oder leichte Jacke dazu, im Housekeeping ein Kasack oder ein robustes Shirt mit Schürze.
- Kann ich einzelne Teile nachbestellen, wenn jemand neu anfängt?
- Ja, eine Nachbestellung geht ab einem Stück. Stickdatei und Rohling liegen dann schon bei uns, deshalb sitzt das Motiv an derselben Stelle wie beim ersten Satz.
- Bei wie viel Grad wird Arbeitskleidung in der Gastronomie gewaschen?
- Unsere Pflegeempfehlung ist 30 °C, für Stick wie für Druck. Was in deinem Betrieb heißer läuft, entscheidest du; dafür geben wir keine Zusage, und ein gestickter Faden verträgt es besser als eine gedruckte Fläche.
- Eignet sich DTF für Kochjacken und Schürzen?
- Ja, DTF geht ab einem Stück und auch auf Mischgewebe, und es gibt große, mehrfarbige Motive wieder, die keine Nadel sticken kann. Bei täglicher Wäsche verliert der Druck früher an Schärfe als ein Stick, deshalb raten wir bei Küchenteilen zum Faden.
- Muss der Arbeitgeber Arbeitskleidung in der Gastronomie stellen?
- Wer die Kleidung stellt und wäscht, regeln Arbeits- oder Tarifvertrag und die Vereinbarung im Haus; was getragen werden muss, steht im Hygienekonzept und bei der zuständigen Behörde. Eine Rechtsauskunft geben wir nicht.