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GLOSSAR · DRUCKDATEN

Pantone

Pantone ist ein Farbsystem, in dem jede Farbe eine Nummer trägt und nach festem Rezept angemischt wird. Weil sie fertig gemischt auf das Material kommt, statt aus vier Druckfarben aufgebaut zu werden, heißt sie Sonderfarbe. Die Nummer ist der gemeinsame Bezugspunkt zwischen Entwurf, Druckerei und Kundschaft.

Wie eine Farbe zu ihrer Nummer kommt

Grundlage sind gedruckte Farbfächer: kleine Felder auf Papier, jedes mit seiner Nummer und seinem Mischrezept. Wer eine Farbe festlegt, schlägt das Feld auf und nennt die Nummer, und die Druckerei rührt den Ton danach an. Maßgeblich ist das Feld auf Papier, nicht die Darstellung am Bildschirm – zwei Monitore zeigen dieselbe Nummer selten gleich.

Im Siebdruck wird die Farbe wirklich angemischt und durch ein Sieb auf den Stoff gedrückt, je Sonderfarbe ein Sieb. Beim Stick gibt es nichts anzumischen: Dort wird der Garnton gesucht, der dem Feld am nächsten kommt.

Pantone, CMYK und RGB

RGB ist Licht. Ein Bildschirm addiert Rot, Grün und Blau, und je mehr davon leuchtet, desto heller wird der Ton. CMYK ist Farbe auf einem Träger: Vier Druckfarben liegen als feines Raster nebeneinander, und das Auge setzt daraus den Ton zusammen. Pantone steht daneben als dritter Weg – eine einzelne, fertig gemischte Farbe, die kein Raster braucht. Deshalb lassen sich damit auch Töne festlegen, die sich aus vier Druckfarben nicht sauber aufbauen lassen, etwa ein kräftiges Orange oder ein bestimmtes Firmenblau.

Was auf Textil davon übrig bleibt

Sonderfarben nach Pantone sind möglich, auf Textil weicht die Farbe trotzdem immer etwas ab. Das Feld im Fächer ist auf glattes, weißes Papier gedruckt; ein Shirt ist gestrickt, saugt, hat eine eigene Grundfarbe und wirft das Licht anders zurück. Dazu kommt das Verfahren: Siebdruckfarbe liegt auf dem Stoff, DTG geht in die Faser, eine gestickte Fläche schimmert je nach Stichrichtung heller oder dunkler.

Deshalb gehört zu einer festgelegten Farbe ein Muster, also ein fertiges Teil mit dem Motiv, bevor die Serie läuft. Der Ton, der dort liegt, ist der Ton, der geliefert wird.

Relevant für

Wo Sonderfarben im Ablauf vorkommen, zeigen die vier Verfahren der Veredelung; ein Beispiel am Teil ist Taschen bedrucken. Bei .stumpf sind Sonderfarben nach Pantone möglich, verbindlich wird der Ton am Muster.

Zwei Fragen

Kann ein Motiv genau in meiner Pantone-Farbe gedruckt werden?

Der Ton lässt sich nach Nummer anlegen und im Siebdruck anmischen. Auf Textil bleibt eine Abweichung möglich, weil Stoff und Verfahren die Farbe verändern; verbindlich ist sie erst am Muster.

Wofür brauche ich eine Pantone-Nummer beim Stick?

Als Bezugspunkt für die Garnwahl. Gestickt wird mit fertigem Garn, deshalb wird der Ton gesucht, der der Nummer am nächsten kommt, statt gemischt zu werden.