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GLOSSAR · DRUCKVERFAHREN

Flexdruck

Flexdruck ist ein Transferverfahren der Textilveredelung: Das Motiv wird aus einer einfarbigen, dünnen Folie geschnitten und mit Hitze und Druck auf den Stoff übertragen. Die Folie deckt vollständig, auch auf dunkler Ware, und liegt danach als glatte Schicht auf dem Gewebe. Typisch sind Namen, Rückennummern und einfarbige Logos mit klaren Kanten.

Wie Flexdruck funktioniert

Die Flexfolie besteht aus einer eingefärbten Schicht auf einem durchsichtigen Träger. Ein Schneideplotter fährt die Kontur des Motivs spiegelverkehrt nach und trennt dabei nur die Farbschicht, nicht den Träger. Danach wird entgittert: Alles, was nicht zum Motiv gehört, zieht man von Hand ab, auch die Innenflächen von Buchstaben wie A und O.

Das entgitterte Motiv kommt mit der Farbschicht nach unten auf das Teil. In der Presse verbindet Hitze den Kleber auf der Rückseite der Folie mit dem Gewebe, danach wird der Träger abgezogen. Jede Farbe braucht eine eigene Folie; schon ab drei Farben wird das aufwendig.

Wofür es taugt, wofür nicht

Flexdruck passt zu Schrift und Zahlen: Namen auf dem Rücken, Nummern auf Trikots, ein einzelnes Wort auf der Brust. Weil jedes Motiv einzeln geschnitten wird, braucht ein Satz mit zwanzig Namen nicht mehr Einrichtung als ein einzelnes Teil.

Fotos, Farbverläufe und feine Schraffuren gehen nicht, weil die Folie eine Farbe hat und die Klinge eine Mindestbreite braucht. Große Flächen sind ebenfalls die falsche Wahl: Die Folie ist zu spüren, sie lässt an dieser Stelle keine Luft durch, und an den Rändern löst sie sich nach vielen Wäschen eher als ein kleines Motiv. Gewaschen wird bei 30 °C, auf links gedreht.

Flexdruck und DTF

Beide Verfahren bringen das Motiv über eine Folie und eine Presse auf den Stoff. Der Unterschied liegt darin, wie das Motiv auf die Folie kommt: Beim Flexdruck wird fertig eingefärbte Folie geschnitten, das Ergebnis bleibt einfarbig und die Kante messerscharf. Bei DTF wird das Motiv in allen Farben auf die Folie gedruckt, deshalb sind Fotos und Farbverläufe möglich und eine zweite Farbe macht keine zusätzliche Arbeit. Mehr dazu im Eintrag DTF.

Relevant für

Wo Flex neben Siebdruck, DTF, DTG und Stick steht, zeigt der Bereich Textilveredelung; welche Teile dafür infrage kommen, steht auf der Seite Flex und Flock für Textilien. Bei .stumpf gibt es Flexdruck nur auf Anfrage, weil für die meisten Motive ein anderes Verfahren besser passt.

Zwei Fragen

Wie haltbar ist Flexdruck?

Kleine Motive wie Namen und Nummern halten lange, wenn das Teil bei 30 °C und auf links gewaschen wird. Bei großen Flächen löst sich die Folie an den Rändern früher.

Geht Flexdruck mehrfarbig?

Nur mit einer Folie je Farbe, die einzeln geschnitten und passgenau darübergelegt wird. Für ein Foto oder einen Farbverlauf ist das Verfahren nicht gemacht.