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GLOSSAR · DRUCKVERFAHREN

Sublimationsdruck

Sublimationsdruck ist ein Druckverfahren, bei dem Farbe unter Hitze in die Faser übergeht, statt auf dem Stoff aufzuliegen. Das Motiv wird dafür auf ein Papier gedruckt und von dort in den Stoff gepresst. Es geht nur auf Polyester und nur auf heller Ware; auf Baumwolle ist es nicht möglich.

Wie es funktioniert

Das Motiv wird zuerst seitenverkehrt auf ein Transferpapier gedruckt. Papier und Stoff kommen zusammen in die Hitzepresse. Dort geht die Farbe vom festen direkt in den gasförmigen Zustand über, ohne vorher flüssig zu werden – dieser Schritt heißt Sublimation und gibt dem Verfahren seinen Namen. Das Gas dringt in die Polyesterfaser ein, die sich unter der Hitze öffnet und beim Abkühlen wieder schließt. Die Farbe sitzt danach in der Faser, nicht darauf: Der Druck ist nicht zu fühlen, das Gewebe bleibt luftdurchlässig, und die Farbe kann weder reißen noch abplatzen.

Zwei Grenzen stecken im Verfahren selbst. Die Farbe verbindet sich nur mit Polyester; auf Baumwolle findet der Übergang nicht statt, dort wäscht sich das Motiv wieder heraus. Und sie ist durchscheinend, statt zu decken: einfärben kann sie einen Stoff, aufhellen nicht. Deshalb braucht Sublimation helle Ware, am liebsten weiße, und was im Motiv weiß sein soll, bleibt einfach die Farbe des Stoffs.

Wofür es taugt, wofür nicht

Sublimationsdruck passt zu Sportkleidung aus Polyester, allen voran zum Wettkampftrikot: Das Gewebe bleibt so luftdurchlässig wie vorher, und weil nichts aufliegt, scheuert auch nichts. Weil die Farbe als Gas kommt, lässt sich ein Motiv über die ganze Fläche legen, bis in die Naht; an Falten und dicken Nähten kann das Gas allerdings nicht überall ankommen und es bleiben helle Stellen. Bei echten Ligatrikots wird deshalb oft anders herum gearbeitet: Zuerst werden die flachen Stoffbahnen bedruckt, danach werden die Teile zugeschnitten und genäht. Das Motiv läuft dann ohne Bruch über die Naht, legt aber den Zuschnitt fest, bevor der erste Stich sitzt.

Für das übliche Merch-Sortiment taugt es dagegen wenig: T-Shirts, Hoodies und Taschen bestehen meist aus Baumwolle oder Mischgewebe, und dunkle Ware ist ohnehin ausgeschlossen. Neben Textilien wird Sublimation auch auf Tassen und Schildern eingesetzt, die dafür eine Polyester-Beschichtung tragen – dasselbe Prinzip, ein anderer Träger.

Sublimationsdruck und DTF auf Polyester

Auf Polyester stehen beide Verfahren zur Wahl, und sie unterscheiden sich im Grundsatz. Sublimation bringt die Farbe in die Faser, lässt den Stoff atmen und braucht helle Polyester-Ware. DTF legt das Motiv als dünne Schicht auf das Gewebe, deckt deshalb auch dunkle Stoffe und geht auf Baumwolle genauso wie auf Mischgewebe; dafür ist die Schicht bei großen Flächen zu spüren. Mehr dazu im Eintrag DTF.

Relevant für

Bei .stumpf gehört Sublimation nicht zu den vier Verfahren der Veredelung, die wir im Standard anbieten; wann sie trotzdem der richtige Weg ist, steht auf der Seite Sublimation für Textilien.

Zwei Fragen

Funktioniert Sublimationsdruck auf Baumwolle?
Nein. Die Farbe verbindet sich nur mit Polyester; auf Baumwolle hält sie nicht.
Bietet .stumpf Sublimationsdruck standardmäßig an?
Nein, nur auf Anfrage. Für die meisten Teile gibt es einen passenderen Weg, und den sagen wir dir auch.