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GLOSSAR · TEXTILKUNDE

Slim Fit

Slim Fit ist eine körpernahe Passform: schmalere Brust- und Taillenweite, engere Ärmel, ein höher angesetztes Armloch. Die Schulternaht sitzt genau auf dem Schulterknochen. Gegenüber einem Regular-Schnitt nimmt Slim Fit vor allem an der Taille Weite heraus, ohne dass das Teil eng anliegen muss wie ein Sportshirt.

Woran du einen Slim-Fit-Schnitt erkennst

An der Seitennaht: Statt gerade nach unten zu laufen, zieht sie zur Taille ein und geht zur Hüfte wieder auf. Dazu kommen das kleinere Armloch und der schmalere Ärmel, der am Oberarm endet, statt dort zu fallen. Bei Hemden und Polos ist auch die Länge kürzer, weil ein schmales Teil nicht wie ein Sack in der Hose verschwinden soll.

Weil wenig Weite bleibt, muss der Stoff mitarbeiten. Gestricke wie Jersey oder Piqué bringen das von Haus aus mit; in Webstoffen sorgt ein kleiner Anteil Elasthan dafür, dass die Bewegung nicht an der Naht endet.

Wofür es taugt, wofür nicht

Slim Fit passt zu Teilen, die ein Bild abgeben sollen: Hemden und Polos im Kundenkontakt, ein Shirt unter dem Sakko. Es passt nicht dorthin, wo den ganzen Tag gehockt, gegriffen und gehoben wird — Arbeitskleidung braucht Weite an Schulter und Rücken. Und bei Bestellungen für viele Menschen wird es unruhig: Je schmaler der Schnitt, desto mehr Leute liegen zwischen zwei Größen. Wie du damit umgehst, steht bei Unisex-Größen.

Slim, Regular und Oversize

Regular ist der mittlere Weg mit Bewegungsfreiheit am Körper und einer Schulternaht an ihrem Platz. Slim nimmt Weite heraus, Oversize gibt sie großzügig dazu und lässt die Schulternaht auf den Oberarm rutschen. Die drei Schnitte unterscheiden sich in der Weite, nicht in der Qualität des Stoffs.

Relevant für

Für die Veredelung wird die Fläche kleiner: Ein Motiv, das auf einem Regular-Shirt zwischen die Seitennähte passt, stößt hier an die Kante. Dazu steht ein körpernahes Teil beim Tragen unter Spannung, und eine große, starre Druckfläche arbeitet dagegen — kleiner drucken hält länger. Stick verträgt der Schnitt gut, solange es beim klassischen Logo auf der linken Brust bleibt, etwa 8 × 8 cm; das Vlies darunter stabilisiert die Stelle und nimmt ihr die Dehnung. Mehr dazu bei Poloshirts besticken lassen und bei T-Shirts produzieren lassen, wo du die Weite im eigenen Schnitt selbst festlegst.

Zwei Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Slim Fit und Regular Fit?

Slim Fit ist an Taille, Armloch und Ärmel schmaler geschnitten und folgt dem Körper. Regular Fit lässt überall etwas mehr Weite und fällt dadurch gerader.

Lässt sich ein Slim-Fit-Teil besticken?

Ja, am besten mit einem kleinen Logo auf der linken Brust. Großflächige Stickerei ist auf einem körpernahen Schnitt die schlechtere Wahl, weil das stabilisierende Vlies die Stelle steif macht.