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GLOSSAR · DRUCKDATEN

dpi (Druckauflösung)

dpi steht für dots per inch, Punkte pro Zoll, und zählt, wie viele Bildpunkte auf 2,54 Zentimeter Länge liegen. Die Zahl beschreibt die Auflösung einer Druckdatei immer im Verhältnis zu einer Größe. Für den Druck auf Textil gilt 300 dpi in Endgröße als Faustregel, bei DTF und DTG gleichermaßen.

Warum dpi an einer Größe hängt

Eine Datei hat eine feste Zahl an Bildpunkten; erst die gewünschte Druckgröße macht daraus eine Auflösung. Ein Motiv mit 3.000 Bildpunkten Breite kommt auf 25 Zentimetern auf rund 300 dpi. Dasselbe Motiv auf 40 Zentimeter gezogen, etwa für den Rücken eines Hoodies, hat noch rund 190 dpi. Die Angabe in den Dateieigenschaften sagt für sich genommen also nichts – erst mit der Endgröße wird sie zu einer Aussage über die Schärfe.

300 dpi haben sich eingebürgert, weil das Auge auf Armlänge bei dieser Dichte keine einzelnen Punkte mehr trennt. Ein Bild mit 72 dpi stammt meist aus dem Netz und war für den Bildschirm gedacht; für den Stoff reicht es nicht.

Pixel und Vektor

Eine Pixeldatei wie JPG, PNG oder TIFF besteht aus einem festen Raster von Bildpunkten, deshalb gilt für sie überhaupt erst eine dpi-Angabe. Eine Vektorgrafik beschreibt das Motiv stattdessen als Kurven und Flächen und wird beim Ausgeben für jede Größe neu berechnet; dort ist dpi kein Thema. Für Siebdruck und Stick ist die Vektordatei deshalb die bessere Vorlage, für DTF und DTG reicht eine hochaufgelöste Pixeldatei in Endgröße, freigestellt.

Was bei zu wenig Auflösung passiert

Wird eine kleine Datei auf Druckgröße gezogen, rechnet das Programm Punkte dazu, die es nicht gibt. Sichtbar wird das an treppigen Kanten, weichen Buchstaben und Flächen, die in Kästchen zerfallen – verpixelt heißt das im Alltag. Hochrechnen hilft nicht: Was in der Datei fehlt, lässt sich nicht zurückholen.

Wie fein ein Motiv am Ende auf dem Stoff steht, zeigt das Muster: ein fertiges Teil mit dem Motiv, bevor die Serie läuft.

Relevant für

Welche Datei welches Verfahren verlangt, steht bei den vier Verfahren der Veredelung; wie ein Motiv auf ein einzelnes Teil kommt, zeigen die Seiten T-Shirts bedrucken und Hoodies bedrucken. Bei .stumpf prüfen wir die Datei vor der Produktion und sagen es, wenn die Auflösung die gewünschte Größe nicht trägt.

Zwei Fragen

Wie viel dpi braucht ein Textildruck?

300 dpi in Endgröße sind die Faustregel für DTF und DTG. Entscheidend ist die Größe, in der das Motiv später auf dem Teil steht, nicht die Zahl in den Dateieigenschaften.

Lässt sich die Auflösung einer Datei nachträglich erhöhen?

Das Programm rechnet dabei Punkte dazu, die in der Datei nie angelegt waren. Schärfer wird das Motiv davon nicht; es braucht die Vorlage in größerer Auflösung oder eine Vektordatei.